Tipps für den Spielgruppenstart

Das Wichtigste zuerst:
Der Besuch der Spielgruppe ist freiwillig und soll für Ihr Kind ohne Druck und Zwang erfolgen. Ihr Kind muss für die Teilnahme weder windelfrei noch sprachlich „perfekt“ sein – jedes Kind darf so kommen, wie es ist.

Oft wird die Spielgruppe als „Vorstufe zum Kindergarten“ verstanden, bei der schon feste Strukturen und ruhiges Sitzen geübt werden sollen. Das stimmt so nicht: In der Spielgruppe steht das freie Spiel im Mittelpunkt. Hier sammeln Kinder wichtige Erfahrungen im Spielen, im Miteinander und in ihrer eigenen Persönlichkeitsentwicklung („Ich-Stärkung“). Spielgruppe darf wörtlich genommen werden – gespielt wird immer!

Wir wissen, dass der Übergang in eine neue Umgebung sowohl für Kinder als auch für Eltern eine aufregende Zeit sein kann. Unser einfühlsames Leitungsteam steht bereit, um Ihnen und Ihrem Kind während des Ablöseprozesses und natürlich auch dannach Unterstützung zu bieten und sicherzustellen, dass Sie und Ihr Kind sich bei uns wohl fühlen. 

Es gibt einige Kinder, die in der Spielgruppe das erste Mal ausserhalb der Familie betreut werden oder das erste Mal nicht eine beinahe 1:1-Betreuung erfahren. Zudem ist es für viele das erste Mal, dass sie in eine Gruppe kommen, welche sie nicht selbst gewählt haben. Wir geben Kindern und Ihnen als Bezugsperson die Zeit, die Sie brauchen, um sich in der neuen Situation wohl zu fühlen und Vertrauen zu den neuen Bezugspersonen aufbauen zu können.   

Tipps für einen gelungenen Spielgruppenstart

Der Beginn in der Spielgruppe ist für Kinder und Eltern ein besonderer Moment – oft mit Vorfreude, aber auch mit vielen Fragen und Erwartungen verbunden. Damit der Start möglichst entspannt und freudvoll gelingt, haben wir sieben hilfreiche Tipps für Sie zusammengestellt. Wählen Sie einfach das aus, was für Sie und Ihr Kind passt.

Haben Sie Fragen oder Unsicherheiten? Sprechen Sie uns Spielgruppenleiterinnen jederzeit gerne an – wir sind für Sie und Ihr Kind da!

1. Nehmen Sie sich Zeit.  

Planen Sie an den ersten Spielgruppentagen möglichst keine anderen Termine ein. So können Sie den Start entspannt begleiten und Ihrem Kind die Zeit geben, die es für die Eingewöhnung braucht.
Gelassenheit überträgt sich: Wenn Eltern ruhig und ohne Zeitdruck da sind, spürt das auch Ihr Kind – und der Ablöseprozess gelingt viel leichter.

Hier gehts zu allen Tipps in der Übersicht (pdf). 

2. Verabschieden Sie sich immer. 

Auch wenn es manchmal verlockend erscheint, sich heimlich davonzuschleichen, während Ihr Kind spielt – verabschieden Sie sich immer bewusst.
Ein liebevolles „Tschüss“ gibt Ihrem Kind Sicherheit und zeigt: Sie gehen, kommen aber auch wieder. Heimliches Weggehen kann das Vertrauen erschüttern und verunsichert Ihr Kind. Ein klarer Abschied hilft beim Loslassen und stärkt das Vertrauen in Sie und die neue Umgebung.

3. Seien Sie langweilig.

Wenn Ihr Kind zu Beginn noch Ihre Anwesenheit braucht, ist das völlig in Ordnung – nehmen Sie sich die Zeit, die Sie und Ihr Kind brauchen. Damit Ihr Kind sich in der Gruppe einfinden kann, bleiben Sie bitte im Hintergrund: Spielen oder animieren Sie Ihr Kind nicht aktiv. So kann es aus eigener Initiative Kontakt aufnehmen und sich an die neue Umgebung gewöhnen.

Machen Sie es sich gern auf der Bank beim Haus gemütlich – ein gutes Buch ist dabei ein prima Begleiter! Oder gönnen Sie sich eine kleine Auszeit im Restaurant Steinenbühl (Mi–So geöffnet).
So fällt es Ihrem Kind leichter, selbstständig zu werden und die Gruppe für sich zu entdecken.

4. Halten Sie sich an die Bring- (8.45-9.00) & Abholzeiten (11.30).

Bringen Sie Ihr Kind bitte zwischen 8:45 und 9:00 Uhr und holen Sie es um 11:30 Uhr wieder ab. So können wir den Tag gemeinsam entspannt beginnen und Ihr Kind fühlt sich sicher, weil es weiss, wann Mama, Papa oder die Bezugsperson wiederkommt. Bitte holen Sie Ihr Kind nicht früher ab, da dies für die anderen Kinder oft schwierig und verwirrend ist. 

Steht ein Familientermin an und das Kind muss früher abgeholt werden? Dann informieren Sie bei diesen Ausnahmen bitte direkt die Spielgruppenleiterinnen.  

5. Vergleichen Sie Ihr Kind nur mit sich selbst, nicht mit anderen. 

Jedes Kind ist einzigartig und entwickelt sich in seinem eigenen Tempo. Vielleicht bleiben andere Kinder schon problemlos allein, sind windelfrei oder können höher klettern – das spielt keine Rolle.
Schauen Sie auf die Stärken, Fortschritte und kleinen Erfolge, die Ihr Kind macht. Das ist das Wichtigste!

Auch wir vergleichen nicht – denn jedes Kind (und übrigens auch jeder Erwachsene) ist genau so gut, wie es ist.

6. Mehrsprachige Kinder / Familien. 

Falls Schweizerdeutsch nicht zu Ihren Familiensprachen gehört, empfehlen wir: Machen Sie Schweizerdeutsch zur Spielgruppensprache.
Sobald Sie auf dem Parkplatz ankommen, sprechen Sie mit Ihrem Kind – wenn möglich – konsequent Schweizerdeutsch. So fällt es Ihrem Kind leichter, sich in die Gruppe einzufinden und die neue Sprache spielerisch zu lernen.

Keine Sorge: Perfekt sein muss niemand! Schon kleine Versuche helfen Ihrem Kind und werden von uns und den anderen Kindern freudig aufgenommen.

7. Offene Kommunikation & Bildungspartnerschaft. 

Gibt es etwas, das Sie uns mitteilen möchten? Beschäftigt Sie etwas? Gibt es Veränderungen in Ihrer Familie – wie eine bevorstehende Geburt, einen Umzug oder einen Jobwechsel?

Wir haben immer ein offenes Ohr für Sie. Kinder spüren Veränderungen oft sehr genau. Nur wenn wir Bescheid wissen, können wir Ihr Kind bestmöglich begleiten und unterstützen.

Für vertrauliche Gespräche ausserhalb von Kinderohren sprechen Sie uns gerne direkt an – gemeinsam schaffen wir eine gute Grundlage für die Entwicklung Ihres Kindes.